· 

Finanzen planen - wegen Corona?

Grösste Krise seit dem 2. Weltkrieg, schwerste Rezession wird in der Zukunft erwartet, Arbeitslosenzahlen steigen explosionsartig nach oben. Insolvenzen überschatten das Wirtschaftsleben usw.

Das sind die aktuellen Schlagzahlen die immer mehr das eigentliche Problem des Corona Virus verdrängen.

Und ja, nicht nur dass in der Zeit "nach Corona"(wann dies dann auch immer sei?) vieles anders sein wird und das uns bekannte, immer weiter, immer höher, immer schneller oder das Leben nach dem Motto:"Was kostet die Welt", in dieser Form nicht mehr, zumindest nicht mehr so schnell unser Leben begleitet, ist schon heute wohl jedem klar!? Jedoch sind die aktuellen Probleme von Unternehmen die in der Existenz bedroht sind und wohl nur durch staatliche Hilfen, Krediten, zumindest überleben können, oder geminderte Einkünfte durch Kurzarbeit oder aktuell noch geschlossene Unternehmen (siehe Gastronomie), noch viel näher.

Was tun?

Nun, entweder in das allgemeine "Geheule" mit einstimmen, oder die derzeitige Lage, die ja auch mit "verordneter Freizeit" einhergeht, sinnvoll nutzen und sich, falls nicht vorher geschehen, wenigstens dann ab jetzt Gedanken über die Finanzen, über einen Finanzplan machen. 

Warum sehen sich jetzt so viele in ihrer Existenz bedroht? Warum erhalten Unternehmen nur dann tatsächlich Kredite über die KFW wenn diese vor der Krise "gut" da standen?

Relativ einfach beantwortet, weil im Vorfeld in dem meisten Fällen das kleine 1x1 der Finanzen nicht so wirklich beachtet wurde, "gebe nicht mehr aus als du einnimmst" - "spare in der Zeit, dann hast du in der Not". Ganz einfache Regeln die unsere Großeltern praktiziert haben (damit wir es später einmal besser haben) oder schon in der Blütezeit von Babylon von den "Reichen" gelebt und empfohlen wurde (Buchtipp: Der reichste Mann von Babylon, für kleines Geld bei Amazon usw. zu erhalten).

Heute ist in aller Regel das Gegenteil der Fall. Alles bekommen können, alles haben können, sehr viel besitzen wollen, obgleich vielleicht gar nicht notwendig oder sinnvoll!?

Denn, und das ist relativ einfach, eben mal schnell mit einem Kredit die Wünsche erfüllen. 

Wichtig ist ja auch, alle möglichen und unmöglichen Arten der Absicherung oder Anlageformen sein Eigen zu nennen. Auch hier kein Problem, mittlerweile ist so gut wie jede Bank, also sehr wahrscheinlich auch Deine Hausbank in irgendeiner Form mit einer Versicherung in Kooperation, und Geldanlagen finden in aller Regel dann über die Hauseigenen Anbieter statt. 

Grundsätzlich erst einmal nicht ganz so falsch. Aber mal ehrlich, braucht es wirklich jede Art der Absicherung die man da findet und dann dafür zahlt?, braucht es jede Form der "Geldanlage" die sich gerade bietet, weil es ja auch mit ganz kleinen Beträgen schon super klappt (Cost Average Effekt)?

Und ja, bei einem regelmäßigem, gesichertem Einkommen ist es auch gar kein Problem das Konto dann mal eben mit dem 2- bis 3-fachen Betrag des Geldeingangs zu überziehen, der sogenannte Disporahmen (Durchschnittlich werden hier 9,68% an Zinsen fällig!). 

Und wenn dann halt dieser Rahmen immer wieder einmal ausgeschöpft wird oder eben mehr als der Rahmen her gibt, benötigt wird, dann gibt es doch immer noch die Möglichkeit einen "Kleinkredit" zu buchen. Hierfür braucht es dann natürlich eine entsprechende "Besicherung", sprich Versicherung und damit auch größere Beträge dann zukünftig möglich sind, macht es sich gut, sich auch noch das eine oder andere Produkt verkaufen zu lassen. Hier ein kleiner Bausparvertrag, dort eine Versicherung welcher Art auch immer. Sind ja auch alles sinnvolle Dinge mit, wenn früh genug begonnen, kleinen Beiträgen.

ABER! 

Was wird aus allem, wenn wie derzeit, einschneidende Situationen eintreten?, Corona aktuell, doch wer kann schon sagen, dass dann zukünftig nichts anderes kommt, was beeinträchtigt? Was ist dann?

Daher finde ich es besser, solches im Auge zu haben, und ich fände es auch besser wenn die "Beratungen" auch solche Szenarien beinhalten würden. 

Wo liegt der Vorteil, wenn anders gehandelt wird und Wie?

Nun, klar sind all die Dinge du man so machen kann irgendwann wichtig und richtig, aber ein Schritt nach dem anderen. Baue erst einen Puffer für solch unvorhergesehene Dinge auf. Sprich, je nach deinem Bedarf fürs tägliche Leben und sonstigem MustHave einen Betrag, der dir 6 Monate oder besser 12 Monate Luft lässt. Sprich, dass du zumindest diesen Zeitraum ohne größere Probleme weiter wirtschaften kannst ohne in Existenznöte zu geraten (gilt auch so für Unternehmen). Also, alle unnötigen Ausgaben einfach mal sein lassen und so lange, das mögliche sparen bis die entsprechenden Beträge für diese Zeiträume auf einem Konto oder dem guten alten Sparbuch angesammelt sind. Dann ist Zeit und Luft all das andere anzugehen.

Jetzt fragst du dich sicherlich, oh wie soll das denn gehen, ich habe-brauche ....

Neben dem alten Motto, gebe weniger aus als du einnimmst, hier bleibt dann schon ein erster Betrag übrig fürs ansparen, schaue mal nach, was du derzeit alles so anschaffst und hinterfrage, ob es dies dann gerade wirklich so braucht, oder ob nicht später auch eine Option ist!?, dann ergeben sich schon weitere freie Beträge die erst einmal fürs ansparen genutzt werden können. Dann das Thema Versicherungen, und hier ist es dann auch egal ob du als Unternehmer oder eben Privatmensch agierst. Braucht es alles das was du da so hast? Oder wenn du am Anfang deiner Berufstätigkeit steht, braucht es all das was da so an dich heran getragen wird?

Ich sage definitiv NEIN!!!

1.) "Jeder Bundesbürger muss entweder gesetzlich oder privat krankenversichert sein!"

 

2.) "Jedes auf dich zugelassene KFZ muss mindestens haftpflichtversichert sein!"

 

Alles andere an Versicherungen ergibt sich aus den jeweiligen persönlichen Umständen was Beschäftigung oder sonstigen Vorschriften ergibt, wie beispielsweise das Thema Gesetzliche Rentenversicherung. Alle "normalen" Angestellte oder bestimmte Bereiche der Selbständigen (Handwerker, Hebammen) sind hier dann "pflichtversichert".

Und jetzt schau ein jeder einmal nach, was sich sonst so in seinem Versicherungsordner befindet, und ich könnte wetten, dass bei den meisten viel viel mehr zu finden ist.

Ich sage ja nicht, dass es je nach dem, falsch ist. Eine der mit Sicherheit wichtigen Versicherungen ist die Private Haftpflichtversicherung, analog dazu die Betriebs/Berufshaftpflicht für den Selbständigen und Unternehmer.

Dann ist es aber gut. Denn was nützt dir die beste Versicherung, wenn du nicht mehr in der Lage bist, die Prämien auch verlässlich dafür aufzubringen?

Und genau darum, denke ich, ist der erste und wichtigste Schritt, das aufbauen eines dauerhaft vorgehaltenen "Notgroschen". Und danach erst alles andere. 

Dieses Thema und das entsprechende Doing sind Inhalte meiner Seminare und Coachings unter dem Motto:

"Lebensphasenplanung" 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0